Ein Aro­ma für jede Krank­heit

Alter­na­ti­ve Heil­mit­tel

Inter­view mit Aro­ma­the­ra­peu­tin Ursu­la Gigliot­ti

Ursu­la (46) ist diplo­mier­te Aro­ma­the­ra­peu­tin und Mut­ter einer vier­jäh­ri­gen Toch­ter. In ihrer eige­nen Pra­xis setzt sich die Grün­de­rin von baby­duft & aromaart.ch täg­lich mit den fein­stoff­li­chen Pro­zes­sen aus­ein­an­der, die über die Haut pas­sie­ren, wobei ihre Duft­krea­tio­nen stets wert­vol­le Beglei­ter sind. Uns hat die sym­pa­thi­sche Schwei­ze­rin Ein­blick in ihre Arbeit gewährt und berich­tet, inwie­fern sich Aro­ma­the­ra­pie für Kin­der eig­net und wie man die­se auch selbst her­stel­len kann.

Die Ent­ste­hung von Baby­duft

Neben Dei­ner Arbeit als Spa Con­sul­tant beschäf­tigst Du Dich über­wie­gend mit der Her­stel­lung von Düf­ten und Essen­zen für medi­zi­ni­sche Zwe­cke. Wie bis Du zu die­ser “Aro­ma­the­ra­pie” gekom­men?

Durch vie­le berufs­be­ding­te Aus­land­auf­ent­hal­te (bei denen ich auch mei­ne Tocher dabei hat­te) ist die Idee ent­stan­den, eine Duft­li­nie zu kre­ieren, die jeder­zeit und über­all Gebor­gen­heit und ein Gefühl von Hei­mat schenkt. Dabei war es mir natür­lich wich­tig, dass auch mein eige­nes Kind von den Düf­ten pro­fi­tiert, so dass BABYDUFT ent­stan­den ist.

Ein Duft für Groß & Klein

Wenn man das Wort “Duft” hört, asso­zi­iert man damit in ers­ter Linie mar­kan­te Par­fums oder schar­fe äthe­ri­sche Öle, die nicht für Kin­der geeig­net sind… Ab wel­chem Alter dür­fen sol­che Aro­men über­haupt bei Kin­dern ange­wen­det wer­den?

Bei BABYDUFT han­delt es sich zu 100% um Natur­pro­duk­te, die nur aus bes­ten Zuta­ten (z.B. Kamil­le, Melis­se, Rose oder San­del­holz) her­ge­stellt wer­den. Dadurch kön­nen sie schon bereits bei den ganz Klei­nen ein­ge­setzt wer­den, ohne all­er­gi­sche Reak­tio­nen befürch­ten zu müs­sen. Bei sehr emp­find­li­chen Kin­dern, emp­feh­le ich das Öl in der Ell­bo­gen­beu­ge auf­zu­tra­gen und 24 Stun­den zu war­ten. Bei den oben genann­ten Ölen besteht jedoch wie gesagt, kei­ne Gefahr wenn man sie in vor­ge­schrie­be­ner Dosie­rung anwen­det. Schließ­lich ist für unse­re Lieb­lin­ge nur das Bes­te gut genug.

Bil­der © aro­maart

Aro­ma­the­ra­pie in der Pra­xis

Nach­dem dies auch unser Mot­to ist, kön­nen wir dem nur bei­pflich­ten 😉 Was sind denn die häu­figs­ten Beschwer­den oder Krank­hei­ten, die Du in Dei­ner Pra­xis mit Aro­men behan­delst?

Hyper­ak­ti­vi­tät, Schlaf­pro­ble­me, Kon­zen­tra­ti­ons­schie­r­ig­kei­ten, Prü­fungs­angst, Tren­nungs­angst — um eini­ge psy­chi­sche Fak­to­ren zu nen­nen — aber auch Anfäl­lig­keit auf Erkäl­tungs­krank­hei­ten oder sogar Ver­span­nun­gen bei Schul­kin­dern… das Spek­trum ist wirk­lich rie­sig!

Pünkt­lich zum Herbst hast Du uns ein paar tol­le Rezep­te für die kom­men­de Sai­son mit­ge­bracht. Wor­um genau han­delt es sich dabei?

Der Herbst ist mit all sei­nen Facet­ten zwar eine wun­der­schö­ne Jah­res­zeit, aber lei­der treibt er auch in den Kitas und Schu­len beim ers­ten käl­te­ren Lüft­chen sein Unwe­sen, indem er fie­se Erkäl­tun­gen ver­brei­tet.

Die Aro­ma­the­ra­pie eig­net sich aber her­vor­ra­gend um Kin­der (ins­be­son­de­re die etwas anfäl­li­ge­ren Prin­zes­si­nen und Rit­ter) mit einem “Erkäl­tungs­schutz-Öl” vor Viren und Bak­te­ri­en zu bewah­ren. Aber auch für den Fall, dass die Erkäl­tung bereits zuge­schla­gen hat, gibt es einen tol­len “Erkäl­tungs­bal­sam” mit dem man die Krank­heit auch ohne Medi­ka­men­te schnell wie­der über­win­det.

Die­se Erkäl­tungs­re­zep­te von Ursu­la könn­te Dich inter­es­sie­ren:

Risi­ken & Neben­wir­kun­gen

Als völ­lig natür­li­ches Heil­mit­tel klingt die Aro­ma­the­ra­pie zuneh­mend inter­es­san­ter. Gibt es den­noch Per­so­nen­grup­pen, für die die­se Behand­lungs­form nicht geeig­net ist?

Grund­sätz­lich eig­net sich die Aro­ma­the­ra­pie für jeden, ent­schei­dend ist dabei eher die Wahl des rich­ti­gen Öles. Bei Kin­dern unter 3 Jah­ren dür­fen bei­spiels­wei­se kei­ne keton­hal­ti­gen Öle ver­wen­den wer­den, dazu gehö­ren unter ande­rem Pfef­fer­min­ze und Euka­lyp­tus Glo­bu­lus.

Euka­lyp­tus Radia­ta  eig­net sich jedoch her­vor­ra­gend für Kin­der. Damit es kei­ne Ver­wechs­lun­gen gibt, emp­feh­le ich aber lie­ber Caje­put­öl . Dies ist zwar ein star­kes Anti­sep­ti­kum aber trotz­dem äußerst gut ver­träg­lich.