10 Tipps für einen ent­spann­ten Urlaub mit Kind

Rei­sen mit Kind

Ein Gast­bei­trag mit Haus­halts­fee Clau­dia Wind­fel­der

Clau­dia ist Mut­ter eines klei­nen Soh­nes und lebt mit ihrer Fami­lie in Kana­da. Auf Ihrem Blog haushaltsfee.org gibt sie nütz­li­che Tipps rund um’s Put­zen, Aus­mis­ten und Auf­räu­men und erleich­tert ihren Lesern mit viel Orga­ni­sa­ti­ons­ta­lent die täg­li­che Haus­ar­beit. Für uns hat Clau­dia pas­send zur Haupt­rei­se­zeit eine Check­lis­te für den Fami­li­en­ur­laub zusam­men getra­gen, die Eltern bei der Urlaubs­vor­be­rei­tung unter­stüt­zen soll, damit das Rei­sen mit Kind genau­so ent­spannt ver­läuft, wie die Rei­se selbst.

Lie­be Mama, lie­ber Papa,

end­lich ist es so weit: der lang­ersehn­te Urlaub rückt in greif­ba­re Nähe! Eigent­lich bist Du total ent­spannt, wäre dies nicht der ers­te Urlaub mit Baby und Klein­kind. Zwar ist die Vor­freu­de groß, doch die Sor­ge, etwas zu oft noch grö­ßer! Klar sind die Vor­be­rei­tun­gen für einen Fami­li­en­trip umfang­rei­cher als für Euren Urlaub zu zweit, aber habt kei­ne Angst — wir haben an alles wich­ti­ge gedacht!

Gute Rei­se und einen schö­nen Urlaub wün­schen Euch

Haus­halts­fee Clau­dia
und das Team von hap­py­ba­by­ness

Bild von pixabay © Publi­c­Do­main­Pic­tures

1. READY TO TAKE OFF

 Um nicht in den übli­chen Last-Minu­te-Stress zu ver­fal­len, kannst Du Dich schon Wochen bevor es los geht, auf Eure gemein­sa­me Rei­se vor­be­rei­ten. So gehst Du dem Fami­li­en­ur­laub mit der Gelas­sen­heit ent­ge­gen, mit der Du ihn auch ver­brin­gen möch­test. Tra­ge hier­zu nach und nach alles zusam­men, was Ihr mit­neh­men müsst oder möch­tet: Zuerst weni­ger oft genutz­tes und zuletzt die Din­ge, die Ihr tag­täg­lich braucht. Wich­tig ist, dass alles an einem Ort gesam­melt wird, damit Du nicht den Über­blick ver­lierst und am Ende noch etwas wich­ti­ges ver­ges­sen wird.

2. REISEDOKUMENTE BEANTRAGEN

Nichts ist schlim­mer, als bei einer Pass­kon­trol­le ohne gül­ti­ge Doku­men­te dazu­ste­hen. Gera­de bei Rei­sen mit klei­nen Kin­dern wird ein Pass drin­gend benö­tigt, um zu bele­gen, dass es sich um die eige­nen Kin­der han­delt. Dar­über­hin­aus kannst Du mit dem Doku­ment auch das Alter Dei­nes Kin­des nach­wei­sen, wel­ches unter 2 Jah­ren oft güns­ti­ge­re Flü­ge oder einen Gra­tis­au­fen­halt bedeu­tet. 

3. AUSLANDSKRANKENVERSICHERUNG ÜBERPRÜFEN

Zwar greift der Kran­ken­ver­si­che­rungs­schutz der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen auch bei Rei­sen in vie­le euro­päi­sche Län­der, jedoch deckt die­ser oft nur Not­fall­ver­sor­gun­gen (wie z. B. Kno­chen­brü­che) ab. Dies bedeu­tet, dass es im Prin­zip voll­kom­men aus­reicht, inner­halb Euro­pas, der Schweiz und eini­gen ande­ren Län­dern, Dei­ne Kran­ken­ver­si­cher­ten­kar­te vor­zu­zei­gen, den­noch emp­feh­len wir Dir, Dich vor der Anrei­se zu infor­mie­ren, ob dies in Dei­ner Urlaubs­re­gi­on auch genügt, oder ob eine zusätz­li­che Aus­lands­kran­ken­ver­si­che­rung nötig ist.  

4. UNNÖTIGEN BALLAST DAHEIM LASSEN

Ver­ge­wis­se­re Dich vor der Anrei­se dar­über, über wel­che Aus­stat­tung Dei­ne Unter­kunft ver­fügt. Gibt es bei­spiels­wei­se Steck­do­sen-Adap­ter, einen Hoch­stuhl oder ein Bei­stell­bett? Manch­mal sind auch Leih-Kin­der­wä­gen vor­han­den, oder bie­tet die Miet­wa­gen-Fir­ma Kin­der­sit­ze mit an. So sparst Du Dir nicht nur die Schlep­pe­rei son­dern auch even­tu­el­le Trans­port­kos­ten.

5. UNTERHALTUNGSPROGRAMM PLANEN

Damit den Kin­dern unter­wegs nicht lang­wei­lig wird und ins­be­son­de­re die Auto­fahrt nicht zum Stress­fak­tor mutiert, soll­test Du Dir bereits im Vor­feld Gedan­ken dar­über machen, was Dein Kind bei Lau­ne hält. Es soll­te etwas sein, womit es sich gut und ger­ne beschäf­tigt. Musik geht eigent­lich immer und auch Malen mögen die meis­ten Kin­der ger­ne. Je nach Alter emp­feh­len sich zudem Spie­le wie “Ich sehe was, was Du nicht siehst” oder “Auto-Kenn­zei­chen raten”. Damit den Kin­dern wäh­rend der Auto­fahrt nicht übel wird, soll­ten sie aber bes­ser nicht lesen.  

6. REISEAPOTHEKE ZUSAMMENSTELLEN

Um für Erkran­kun­gen und Ver­let­zun­gen gerüs­tet zu sein, ist eine Rei­se­apo­the­ke  unver­zicht­bar! Packe in die­se nur erprob­te Medi­ka­men­te ein und unbe­dingt sol­che, die Dein Kind even­tu­ell regel­mä­ßig ein­neh­men muss. Auch kann es nicht scha­den, wenn Du Dich direkt bei der Ankunft dar­über, erkun­digst, wo Du im Not­fall ärzt­li­che Hil­fe in Anspruch neh­men kannst. 

7. SONNENSCHUTZ & GETRÄNKE EINPACKEN

Die Haut von Babys und Klein­kin­dern ist sehr emp­find­lich und muss beson­ders gut vor Son­nen­brand und zu viel Hit­ze geschützt wer­den. Beden­ke daher, dass nicht nur am Strand die Son­ne strahlt, son­dern auch in den Ber­gen wo zar­te Haut ohne aus­rei­chend Son­nen­schutz gefähr­det ist. Unser Tipp: Ent­schei­de Dich für eine Son­nen­creme mit hohem Licht­schutz­fak­tor , die beson­ders gut für Kin­der­haut geeig­net ist, und nimm auf Aus­flü­gen auch immer genug zu Trin­ken mit um Dehy­drie­rung vor­zu­beu­gen!

8. REGIONALE PRODUKTE RECHERCHIEREN

Wenn Du möch­test, kannst Du mit leich­tem Gepäck rei­sen und Dir alles was benö­tigt wird direkt vor Ort besor­gen. Beden­ke aber, dass Win­deln  oder Baby­nah­rung (z.B. Milch oder die liebs­ten Kek­se) je nach Land eine ande­re Zusam­men­set­zung oder Kon­sis­tenz haben kön­nen und Dein Kind womög­lich dar­auf reagiert oder ein­fach nicht mag. Um auf Num­mer Sicher u gehen, soll­test Du Dich daher vor­ab erkun­di­gen, ob Eure Rou­ti­ne­pro­duk­te am Urlaubs­ort erhält­lich sind oder die­se sel­ber mit­neh­men.

9. BEKLEIDUNG ANPASSEN

Bevor Du Dei­nen Kof­fer end­gül­tig bestückst, lohnt sich oft noch zu che­cken, wel­che Wet­ter­pro­gno­se für Dei­nen Urlaubs­ort vor­liegt. Zwar soll­test Du sicher­heits­hal­ber immer für alle Wet­ter­la­gen genü­gend Klei­dung ein­pa­cken (vor allem falls Du vor Ort nicht waschen kannst), doch ist die dicke Dau­nen­ja­cke bei 30° Grad im Schat­ten sicher über­flüs­sig. 

10. HANDGEPÄCK VORBEREITEN

Ganz egal ob Du mit dem Auto, der Bahn oder im Flug­zeug unter­wegs bist — stel­le sicher, dass Du wäh­rend der Rei­se alle not­wen­di­gen Uten­si­li­en in greif­ba­rer Nähe hast. Auf Rei­sen mit Baby sind das bei­spiels­wei­se Wickel­zu­be­hör und Wech­sel­klei­dung, aber auch Rei­se­pro­vi­ant und etwas zum Spie­len soll­ten immer ver­füg­bar sein. Abschlie­ßend feh­len noch Rei­se­do­ku­men­te, Mobil­te­le­fo­ne und Port­mon­naies im Hand­ge­päck und dann kann der Urlaub end­lich star­ten.

Eine detail­lier­te Kof­fer­pack­lis­te für den Urlaub mit Kind kannst Du Dir bei der Haus­halts­fee her­un­ter­la­den.