Tipps zur Stär­kung der Immun­ab­wehr von Kin­dern

Tipps für Eltern

Titel­bild von pixabay © scott­webb

Ein Gast­bei­trag mit Clau­dia Maria Roden­bach von crossing-borders.ch

Clau­dia ist die Grün­de­rin von Cros­sing Bor­ders, einer bilin­gua­len Kin­der­krip­pe in Zürich Man­egg, in der Kin­der ab vier Mona­ten bis hin zum Kin­der­gar­ten­al­ter betreut wer­den. Als Mut­ter und Geschäfts­füh­re­rin der Kita kennt sie die Her­aus­for­de­run­gen, denen sich berufs­tä­ti­ge Eltern täg­lich stel­len müs­sen, aus ers­ter Hand. Daher liegt es ihr sehr am Her­zen, eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Betreu­ung für Kin­der zu gewähr­leis­ten und die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Betreu­ungs­ein­rich­tun­gen und Eltern zu för­dern.

Weil das Immun­sys­tem eines Kin­des noch nicht aus­ge­reift ist, sind Kin­der öfter krank als Erwach­se­ne. Das mag müh­se­lig sein, ist aber gleich­zei­tig äußerst wich­tig für ihre spä­te­re Gesund­heit. So ist vie­len Eltern gar nicht bewusst, dass das kör­per­ei­ge­ne Immun­sys­tem mit jeder leich­ten Erkran­kung Anti­kör­per auf­baut, durch die der Kör­per lang­fris­tig gestärkt wird. Selbst­ver­ständ­lich gibt es aber auch eini­ge Mög­lich­keit wie Eltern die Immun­ab­wehr von Kin­dern stär­ken kön­nen:

1. HÄNDE WASCHEN

Da die meis­ten Krank­hei­ten über Haut­kon­takt (ins­be­son­de­re der Hän­de) über­tra­gen wer­den, stellt eine gründ­li­che Hand­hy­gie­ne die wohl wich­tigs­te Prä­ven­ti­ons­maß­nah­me dar, wenn es dar­um geht Infek­tio­nen zu ver­mei­den. Neben gründ­li­chem Hän­de­wa­schen mit Sei­fe kann auch das Des­in­fi­zieren der Hän­de hel­fen sich vor Erre­gern zu schüt­zen. Hier­bei soll­te man dar­auf ach­ten, dass die Hän­de tro­cken sind, ehe das Des­in­fek­ti­ons­mit­tel für unge­fähr 30 Sekun­den in die Haut ein­ge­rie­ben wird. 

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2. SPIELZEUG REINIGEN

Dar­über­hin­aus soll­ten regel­mä­ßig alle Spiel­zeu­ge gerei­nigt (wenn nicht sogar des­in­fi­ziert) wer­den. Das Tra­gen von Hand­schu­hen ist dabei in der Regel nicht erfor­der­lich, es sei denn es geht um das Ent­fer­nen von Erbro­che­nem. 

3. DRECK ZULASSEN

Dreck und Schmutz stellt in klei­nen Men­gen kein Pro­blem für die Gesund­heit eines Kin­des dar. Statt­des­sen gilt: Zu viel Hygie­ne kann dem Immun­sys­tem scha­den! Des­halb soll­ten Klein­kin­der nicht jeden Tag duschen oder baden. Klar schwit­zen Kin­der im Som­mer mehr als im Win­ter oder braucht es nach einem schuh­frei­en Tag im Frei­en ein Fuß­bad, doch soll­te das Waschen nicht kli­nisch rein erfol­gen. Andern­falls wird das sich im Auf­bau befin­den­de Immun­sys­tem nicht aus­rei­chend gestärkt. 

4. EIGENVERANTWORTUNG SCHULEN

Wenn es um Kör­per­hy­gie­ne geht, soll­ten Eltern und Betreu­ungs­per­so­nen ihre Vor­bild­rol­le wahr­neh­men und ver­su­chen die Eigen­ver­ant­wor­tung eines Kin­des zu stei­gern. Denn nur wenn ein Kind Freu­de für die eige­nen Hygie­ne ent­wi­ckelt, wird es die­se lang­fris­tig umset­zen.  Hel­fen kann hier bereits ein lus­ti­ges Dusch­tuch mit der Lieb­lings­co­mic­fi­gur, ein wenig Knet­sei­fe oder Glit­zer­schaum, aber auch eine rutsch­fes­te Bade­mat­te oder ein Höcker­chen soll­ten zur Grund­aus­stat­tung gehö­ren.

5. ABWECHSLUNGSREICHE ERNÄHRUNG

Damit der Kör­per eines Kin­des alle nöti­gen Nähr­stof­fe erhält, soll­ten alle Mahl­zei­ten mög­lichst abwechs­lungs­reich sein. Gera­de in Sachen Ernäh­rung neh­men die Eltern eine wich­ti­ge Vor­bild­funk­ti­on ein, die es nicht zu ver­nach­läs­si­gen gilt, denn oft­mals über­neh­men Kin­der die Ess­ge­wohn­hei­ten ihrer Eltern, zumal vie­le Geschmacks­vor­lie­ben erlernt sind.

6. VIEL TRINKEN

Nicht nur bei Erwach­se­nen gilt genü­gend Trin­ken als A und O für eine gesun­de Ernäh­rung. Dabei emp­fiehlt es sich haupt­säch­lich auf Was­ser, Tee sowie unge­süß­te Geträn­ke zu set­zen.

7. DAS AUGE ISST MIT

Kin­der kön­nen durch das Aus­se­hen von Spei­sen beein­flusst wer­den. So bewegt man sie leicht zu gesun­dem Essen, indem man ein Obst- oder Gemü­se­tel­ler fan­ta­sie­voll und abwechs­lungs­reich anrich­tet.

8. ÖFTER MAL WAS NEUES

Aber auch unge­wohn­te Nah­rungs­mit­tel dür­fen (und soll­ten!) immer wie­der ange­prie­sen wer­den, da sich der Geschmacks­sinn eines Kin­des im ste­ti­gen Wan­del befin­det. Der Tag, an dem die Auber­gi­ne oder die Karot­te plötz­lich sehr geschätzt wer­den, liegt also in greif­ba­rer Nähe.

Als Ergän­zung zu gesun­der Ernäh­rung benö­tigt ein Kind jede Men­ge Bewe­gung und soll­te viel Zeit in der frei­en Natur ver­brin­gen. Wobei selbst­ver­ständ­lich auch die Ruhe­zei­ten nicht ver­nach­läs­sigt wer­den dür­fen. Neben der Ver­mei­dung von Stress ist auch die psy­chi­sche Gesund­heit wich­tig für das Immun­sys­tem, wes­halb auch die Bezie­hung des Kin­des zu sei­ner Fami­lie und sei­nen Mit­men­schen eine gro­ße Rol­le spielt. 

9. Fri­sche Luft

Als Ergän­zung zu gesun­der Ernäh­rung benö­tigt ein Kind jede Men­ge Bewe­gung und soll­te viel Zeit in der frei­en Natur ver­brin­gen. Wobei selbst­ver­ständ­lich auch die Ruhe­zei­ten nicht ver­nach­läs­sigt wer­den dür­fen. Neben der Ver­mei­dung von Stress ist auch die psy­chi­sche Gesund­heit wich­tig für das Immun­sys­tem, wes­halb auch die Bezie­hung des Kin­des zu sei­ner Fami­lie und sei­nen Mit­men­schen eine gro­ße Rol­le spielt.