Kine­sio­tape: Gesund geklebt

Pro­dukt­test

Pro­dukt­test

Ein ver­spann­ter Nacken, ein schmer­zen­der Rücken, ein Zie­hen im Knie… das sind Pro­ble­me vor denen heut­zu­ta­ge nie­mand mehr gefeit ist. Dabei spielt es gar kei­ne Rol­le, ob man den hal­ben Tag auf dem Büro­stuhl zubringt, oder quer durchs Haus rennt und die Kin­der durch die Gegend schleppt. Schmer­zen kön­nen wirk­lich jeden Tref­fen.

Da der regel­mä­ßi­ge Kon­sum von Schmerz­ta­blet­ten hier kei­ne Lösung sein kann und die Zahl von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Mas­sa­gen durch die Kran­ken­kas­sen begrenzt sind, haben wir eine alter­na­ti­ve Heil­me­tho­de getes­tet, die wir bereits in unse­rem Arti­kel DIE MAGIE DER BUNTEN BÄNDER kurz vor­ge­stellt haben: das Kine­sio­ta­ping! Lest hier also, was wir “haut­nah” erfah­ren haben.

Die­ser Bei­trag ent­hält unbe­zahl­te Wer­bung (*)

1. WAS IST KINESIOLOGISCHES TAPE?

Beim Kine­sio-Tape (oder auch Phy­sio-Tape) han­delt es sich um ein sehr elas­ti­sches, selbst­haf­ten­des Kle­be­band, wel­ches über­wie­gend für the­ra­peu­ti­sche Zwe­cke in der Alter­na­tiv­me­di­zin ein­ge­setzt wird. Dabei wir das Tape je nach Beschwer­den in spe­zi­el­len Tech­ni­ken direkt auf die Haut geklebt, wo es unter­schied­li­che Wir­kun­gen (sie­he Punkt 5) erzie­len soll.

2. WELCHES KINESIOTAPE IST DAS RICHTIGE?

Die Aus­wahl an Kine­sio­lo­gie Tapes ist so bunt wie der Regen­bo­gen, wobei die Wahl der end­gül­ti­gen Far­ben unter­schied­lich moti­viert ist. Denn wäh­rend man­che Pati­en­ten ein­fach ihre Lieb­lings­far­be wäh­len (damit das Tape zur Tages­stim­mung oder einem bestimm­ten Out­fit passt), set­zen ande­re auf die Farb­leh­re (der­zu­fol­ge jede Far­be eine ande­re Wir­kung auf den Kör­per haben soll).

Bil­der © happybabyness.com

Das von uns für den Test ver­wen­de­te Kine­sio-Tape stammt von Alpi­dex und ist bei Dein-Klet­ter­shop erhält­lich. Dort gibt es ein bun­tes Ange­bot der medi­zi­ni­schen Kle­be­strei­fen:

  • War­me Far­ben (Oran­ge, Rot, Gelb, Pink, Rot)
  • Kal­te Far­ben (Blau, Grün)
  • Neu­tra­le Far­ben (Schwarz, Braun, Grau, Haut­far­ben, Weiß)

Dar­über­hin­aus sind auch Tape-Sche­ren erhält­lich, wobei man auf die­se getrost ver­zich­ten kann, da sich die Bän­der auch leicht mit einer haus­halts­üb­li­chen Sche­re bear­bei­ten las­sen. Prak­tisch sind hin­ge­gen die auf spe­zi­el­le Belan­ge zuge­schnit­te­nen Pre­cuts (z.B. für Fer­se, Hand­ge­lenk oder Knie) sowie soge­nann­te Crosstapes, die gezielt Akku­punk­tur­punk­te sti­mu­lie­ren.

3. KANN ICH KINESIOTAPE SELBST ANBRINGEN?

Wie bei jeder ande­ren The­ra­pie­form emp­fieht es sich auch beim Kine­sio­ta­ping vor der ers­ten Anwen­dung einen Exper­ten zu Rate zu zie­hen. Die­ser prüft zunächst ob Taping wirk­lich eine geeig­ne­te Maß­nah­me ist, um das ent­spre­chen­de Lei­den zu behan­deln. Soll­te die­se Fra­ge klar mit “Ja” beant­wor­tet wer­den, kann er erklä­ren, wel­che Taping-Form die bes­ten Ergeb­nis­se erzie­len wird. 

Danach spricht aber nichts dage­gen, das Kine­sio­tape selbst anzu­brin­gen. Aller­dings wird man hier schnell an sei­ne Gren­zen sto­ßen, zumal die meis­ten Kör­per­re­gio­nen, wie Rücken oder Schul­ter­re­gi­on, nicht eigen­stän­dig beklebt wer­den kön­nen, so dass ein Assis­tent erfor­der­lich ist. 

4. WIE FUNKTIONIERT DAS TAPING?

  1. Zunächst wird die zu bekle­ben­de Stel­le gut gereingt, um etwai­ge Fett­rück­stän­de wie Schweiß, Cremes, Öle etc. zu ent­fer­nen.
    Tipp: Bei star­ker Behaa­rung emp­fiehlt sich gege­be­nen­falls eine Rasur.
  2. Danach wird das Tape samt Trä­ger­fo­lie auf die Kör­per­ma­ße des Pati­en­ten zuge­schnit­ten, um sie für das spä­te­re Auf­kle­ben griff­be­reit zu haben. Dabei wer­den die Ecken des Kine­so­tapes abge­run­det, um die Haft­bar­keit auf der Haut erhö­hen.
  3. Im nächs­ten Schritt wer­den die Kle­be­strei­fen auf die gespann­te (!) Haut des Pati­en­ten geklebt, wobei auch die Tapes selbst unter Deh­nung auf­ge­bracht wer­den. So zieht sich das Kine­sio­tape zusam­men, sobald der Pati­ent die Span­nung löst, und kräu­selt sich leicht.

5. WELCHEN EINFLUSS HAT DAS TAPE AUF DEN KÖRPER?

Zunächst eimal schränkt das medi­zi­ni­sche Tape (im Gegen­satz zum her­kömm­li­chen Sport­tape ) die Bewe­gungs­frei­heit des Trä­ger nicht ein, da es sich gemein­sam mit der bekleb­ten Haut­schicht bzw. Mus­kel­grup­pe bis zu 40% dehnt und wie­der zusam­men zieht. Durch die­se hohe Elas­ti­zi­tät fühlt es sich beim Tra­gen an wie eine zwei­te Haut und nicht wie ein Stütz­kor­sett. 

Ein sehr ange­neh­mer Neben­ef­fekt des Kine­sio­tapes ist Rei­bungs­wär­me. Die­se ent­steht einer­seits durch die Kör­per­be­we­gung (stän­di­ges span­nen vs. ent­span­nen) und die dadurch ange­reg­te Blut­zir­ku­la­ti­on. So fühlt sich die bekleb­te Stel­le stets ange­nehm warm an, was zur Ent­span­nung der Pro­blem­zo­ne führt.

Hin­zu­kommt, dass die schmer­zen­de Stel­le durch die ver­mehr­te Blut­zu­fuhr kon­ti­nu­ier­lich mich Nähr­stof­fen ver­sorgt wird, so dass die kör­per­ei­ge­nen Heil­pro­zes­se unter­stützt und Schad­stof­fe (z.B. von Ent­zün­dun­gen) leich­ter abtrans­por­tiert wer­den. 

6. WIE LANGE DAUERT DIE BEHANDLUNG MIT KINESIOTAPE?

Laut Händ­ler­an­ga­ben hält das Tape 5–10 Tage, wobei die Wir­kung in den ers­ten Tagen am bes­ten sei. Die­se Aus­sa­ge kön­nen wir unter­strei­chen, aller­dings wür­den wir Hin­zu­fü­gen, dass die Halt­bar­keit stark von der tat­säch­li­chen Belas­tung des Kle­be­ban­des abhängt. Dazu zäh­len:

  • Posi­tio­nie­rung (Knie vs. Rücken vs. Ober­arm…)
  • Bean­spru­chung (Bewe­gungs­ra­di­us, Rei­bung an Klei­dung…)
  • Kon­takt mit Was­ser (schwim­men, duschen, schwit­zen…)

Grund­sätz­lich lässt sich aber fest­hal­ten, dass das Kine­sio­tape so lan­ge ver­wen­det wer­den kann, bis die Haf­tung nach­lässt. Es sei denn, das Tape beginnt zu jucken oder die Haut rötet sich. Hier soll­te man die The­ra­pie abbre­chen, da eine Unver­träg­lich­keit auf den Kleb­stoff vor­lie­gen könn­te.  

7. HILFT DAS KINESIOLOGISCHE TAPE WIRKLICH?

Obwohl die Wir­kung von Kine­sio­lo­gi­schem Tape bis­lang nicht wis­sen­schaft­lich Belegt wur­de, hat es sich posi­tiv auf unse­re Rücken­schmer­zen aus­ge­wirkt, zumal sich die­se deut­lich redu­ziert haben.

Dies kann meh­re­re Grün­de haben:

  • die kör­per­ei­ge­ne Wär­me wahr sehr ange­nehm und ent­span­nend
  • das Tape unter“stüzt” das Bin­de­ge­we­be, so dass die Wir­bel­säu­le ent­la­set wur­de
  • durch die “Span­nung” wur­de man kon­ti­nu­ier­lich an die Ein­hal­tung eine auf­rech­te Kör­per­hal­tung erin­nert (so dass es kaum mög­lich war krumm zu Sit­zen oder gebeugt die Trep­pe hin­un­ter zu gehen).
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TESTURTEIL “SEHR GUT”

Unser Pro­dukt­test für das Kine­sio­lo­gie Tape von Alpi­dex fiel “sehr posi­tiv” aus, so dass wir 4 von 5 Ster­nen ver­ge­ben:

Alpi­dex ver­fügt über ein sehr reich­hal­ti­ges Ange­bot ★ an Kine­sio­tapes, so dass sicher für jeden Pati­en­ten, der rich­ti­ge Farb­klecks dabei ist. Dabei liegt der Preis ★ mit rund 1€ pro lau­fen­dem Meter (auf 5cm Brei­te) im unte­ren Seg­ment, wodurch sich ein mehr als gutes Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis ergibt. Doch auch was die Qua­li­tät ★anbe­langt hält das Pro­dukt was es ver­spricht, so haf­tet es nicht nur gemäß der Her­stel­ler­an­ga­ben und lässt sich auch leicht wie­der ent­fer­nen, son­dern führt auch die gewünsch­te Schmerz­lin­de­rung her­bei. Um ein mög­lichst effek­ti­ves Ereb­nis zu erzie­len, raten wir im Rah­men der Anwen­dung ☆ jedoch dazu geschul­tes Fach­per­so­nal zu Rate zu zie­hen, da bei fal­scher Anwen­dung Fol­ge­schä­den nicht aus­ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Ins­ge­samt spricht aus Per­spek­ti­ve der Gesund­heit ★ alles dafür, die­ser alter­na­ti­ven Heil­me­tho­de eine Chan­ce ein­zu­räu­men, zumal sie nicht nur ohne Medi­ka­men­te aus­kommt, son­dern auch die kör­per­ei­ge­nen Selbst­hei­lungs­kräf­te unter­stützt.

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DIE MAGIE DER BUNTEN BÄNDER

* Wir bedan­ken uns recht herz­lich bei der BB Sport GmbH für die Bereit­stel­lung der getes­te­ten Pro­duk­te. Das Ergeb­nis die­ses Pro­dukt­tests wur­de hier­durch nicht beein­flusst und spie­gelt allein die Mei­nung des Autors wie­der.