Dein Baby im
4. Monat
(13.–16. Lebens­wo­che)

Kopf­um­fang
38 — 42 cm

Wachs­tum 
ca. 3 — 4 cm

Klei­der­grö­ße
56 — 68

Schuh­grö­ße
15 — 16

Gewicht im 3. Monat
~ 6.400 g Mäd­chen / ~ 7.000 g Jun­gen

Gewichts­zu­nah­me
etwa 600 g

Ernäh­rung im 4. Monat

MUTTERMILCH ODER PRE-MILCH

Im vier­ten Lebens­mo­nat bie­ten sowohl Mut­ter­milch als auch Pre-Nah­rung vie­le Vor­tei­le für die Ent­wick­lung Dei­nes Babys. So ent­hal­ten sie bei­spiels­wei­se alle wich­ti­gen Fet­te, Eiwei­ße, Mine­ra­li­en und Vit­ami­ne, die für eine gesun­de Ernäh­rung not­wen­dig sind. Zusätz­lich bele­gen eini­ge Stu­di­en, dass Mut­ter­milch, oder auch Pre-Milch, für Kin­der bis zum 6. Monat wesent­lich bes­ser ver­dau­lich sind als Baby­brei

BEIKOST AB DEM 4. MONAT?

Obwohl bei den meis­ten Kin­dern der Ver­dau­ungs­trakt bereits soweit ent­wi­ckelt ist, dass Baby­nah­rung ver­tra­gen wer­den kann und vie­le nament­li­che Her­stel­ler die ers­te Gläs­chen­kost schon ab dem vier­ten Monat anbie­ten, ist es emp­feh­lens­wert mit der Umstel­lung auf Bei­kost noch einen Monat zu war­ten. Zwar spricht aus gesund­heit­li­cher Sicht nichts gegen das Zufüt­tern, doch wird von Kin­der­ärz­ten und Heb­am­men emp­foh­len erst nach dem vier­ten Monat zu star­ten.

Ent­wick­lung im 4. Monat

Die Sin­ne

  • Sehen ➣ bun­te Far­ben wer­den inter­es­sant und Räum­lich­keit wahr­ge­nom­men
  • Hören ➣ die Rich­tung von Geräu­schen wird zuneh­mend bes­ser erkannt
  • Tast­sinn ➣ greif­ba­re Din­ge wer­den mit Hän­den und Mund erforscht

Die Moto­rik

  • ver­bes­ser­te Hand-Augen-Koor­di­na­ti­on
  • ers­tes Dre­hen vom Bauch auf den Rücken mög­lich

Die Spra­che

  • 1. Lall­pha­se ➣ Kom­mu­ni­ka­ti­on erfolgt nicht mehr nur über Schreie, son­dern über ein­zel­ne Lau­te
  • der “Stimm­klang” wird erkannt
  • Dein Baby ver­steht sei­nen Namen

Die Sozia­len Bin­dun­gen

  • Blick­kon­takt wird ein wich­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel
  • das eige­ne Befin­den wird durch Mimik, Lau­te und Schrei­en kom­mu­ni­ziert

➣ ZEIT FÜR SICH

 Allei­ne!?
Frei nach dem Mot­to “Es kann nicht immer nur um Dich gehen!” ent­zieht Dir Dein Baby zuneh­mend sei­ne Auf­merk­sam­keit. Statt­des­sen setzt es sich selbst in den Mit­tel­punkt des Gesche­hens und füllt die ent­ste­hen­den Lücken mit Spuck­win­del, Kuschel­tier oder ein­fach nur sei­nen Hän­den. Die­se geball­te Kon­zen­tra­ti­on ist aller­dings sehr ener­gie­r­au­bend, so dass sich Müdig­keit oder Hun­ger ziem­lich abrupt ein­stel­len kön­nen. Man­che Kin­der reagie­ren sogar recht unge­hal­ten, wenn etwas mal nicht so funk­tio­niert, wie sie es ger­ne hät­ten. Hier kann jetzt auch Lan­ge­wei­le eine Rol­le spie­len. Bring also ruhig mal ein neu­es Spiel­zeug auf den Plan!

TIPP:   Ein­fach mal raus­hal­ten!
Die Pha­sen, in denen sich Dein Kind mit sich selbst beschäf­tigt, soll­ten mög­lichst nicht unter­bro­chen wer­den. So lernt das Klei­ne schon jetzt die Vor­aus­set­zun­gen um im Klein­kind­al­ter allei­ne spie­len zu kön­nen. 

➣ BEKANNTE GESICHTER

Dich ken­ne ich doch! 
In den ers­ten Wochen ist es einem Baby rela­tiv egal, wer es auf dem Arm hält. Ab dem vier­ten Monat kann sich dies aller­dings ändern, denn Dein Kind ent­wi­ckelt lang­sam ein Ver­ständ­nis für ver­trau­te Per­so­nen und jene die es nicht sind. Wun­de­re Dich also nicht wenn es bei ent­fern­ten Tan­ten oder Bekann­ten etwas zurück­hal­tend reagiert.

För­de­rung im 4. Monat

➣ FÖRDERUNG DES GEHÖRS

Alles was Krach macht ist gut
Um das Hör­ver­mö­gen des Säug­lings zu schu­len, ist es sinn­voll viel mit Dei­nem Baby zu spre­chen. Beson­ders will­kom­men ist jetzt alles was Geräu­sche macht, wie Ras­seln, Glöck­chen oder auch nur eine knis­tern­de Papier­tü­te.

ACHTUNG:   Ersti­ckungs­ge­fahr!
Den­ke bei der Ver­ga­be von Spiel­zeug aber immer dar­an, dass Dein Kind Din­ge nicht nur mit den Hän­den, son­dern ver­mehrt mit dem Mund erkun­det. Bei zu klei­nen Gegen­stän­den droht beim Ver­schlu­cken Ersti­ckungs­ge­fahr! 

➣ FÖRDERUNG DER MOTORIK

Hin und her, das ist nicht schwer
Um die Beweg­lich­keit des Säug­lings zu trai­nie­ren, eig­nen sich ein­fa­che Bewe­gungs­spie­le, wie das Dre­hen von der Rücken- in die Bauch­la­ge und zurück. Wer mehr tun möch­te kann einen spe­zi­el­len Bewe­gungs­kurs für Babys bele­gen, in dem geziel­te Übun­gen unter­rich­tet wer­den. 

ACHTUNG:   Über­for­de­rung!  
Um Lan­ge­wei­le vor­zu­beu­gen ist es zwar emp­feh­lens­wert die Spiel­zeu­ge regel­mä­ßig zu wech­seln, doch kann Dein Baby von einem zu gro­ßen Ange­bot auch leicht über­for­dert sein. Prä­sen­tie­re daher nicht alle Spiel­mög­lich­kei­ten auf ein­mal und grei­fe immer wie­der auf bekann­tes zurück, da sich Dein Kind freut, wenn es ein Lieb­lings­stück wie­der­erkennt.

➣ FÖRDERUNG DER SPRACHE

Jo Baby, jo!  
Obwohl es für die spä­te­re Sprach­ent­wick­lung för­der­lich ist, “nor­mal” mit Dei­nem Kind zu reden, statt in einen Babys­lang zu ver­fal­len, ist jetzt eine Zeit, in der Gebrab­bel erlaubt ist. Nicht zuletzt sind Säug­lin­ge in die­sem Alter für jedes komi­sche Geräusch dank­bar und nut­zen die­ses als Anre­gung selbst aktiv zu wer­den. So hören eini­ge Babys zunächst nur auf­merk­sam zu, wäh­rend ande­re bereits ihre Stimm­bän­der prü­fen und Lieb­lings­ge­räu­sche ent­wi­ckeln, die sie flei­ßig trai­nie­ren.  

Die Ent­wick­lungs­mo­na­te

3. Monat

5. Monat

6. Monat

7. Monat