Dein Baby im
5. Monat
(17.–20. Lebens­wo­che)

Kopf­um­fang
40 — 44 cm

Wachs­tum
ca. 1 — 4 cm

Klei­der­grö­ße
62 — 68

Schuh­grö­ße
15 — 16

Gewicht im 3. Monat
~ 6.900 g Mäd­chen / ~ 7.500 g Jun­gen

Gewichts­zu­nah­me
etwa 500 g

Ernäh­rung im 5. Monat

  • Mut­ter­milch oder Pre-Milch
  • ers­te Bei­kost

Ent­wick­lung im 5. Monat

Die Sin­ne

  • räum­li­ches Sehen ➣ bun­te Far­ben wer­den inter­es­sant
  • dif­fe­ren­zier­tes Hören ➣ Rich­tung von Geräu­schen wird erkannt
  • wach­sen­der Tast­sinn ➣ Din­ge wer­den mit den Hän­den und dem Mund erforsch

 

Die Moto­rik

  • ver­bes­ser­te Hand-Augen-Koor­di­na­ti­on
  • ers­tes Dre­hen vom Bauch auf den Rücken

Die Spra­che

  • 1. Lall­pha­se ➣ Kom­mu­ni­ka­ti­on erfolgt nicht mehr nur über Schreie, son­dern über ein­zel­ne Lau­te
  • Erken­nen des “Stimm­klangs” 
  • Dein Baby ver­steht sei­nen Namen

Die Sozia­len Bin­dun­gen

  • Blick­kon­takt wird ein wich­ti­ges Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel
  • eige­ne Befin­dens wird durch Mimik, Lau­te und Schreie kom­mu­ni­ziert

➣ SEHEN

Wo ist das Spiel­zeug?
Mit zuneh­men­dem Seh­ver­mö­gen kann Dein Baby nun auch Gegen­stän­de wahr­neh­men, die sich etwas schnel­ler bewe­gen. Außer­dem ent­deckt es, dass Din­ge außer­halb sei­ner Sicht­wei­te nicht unbe­dingt “weg” sind, wodurch das Ver­steck­spie­len mög­lich wird. 

➣ HÖREN

Was ist denn da hin­ten los?
Wenn Dein Baby im fünf­ten Monat zuneh­mend abge­lenkt erscheint und sich stän­dig von links nach rechts dreht, liegt dies mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit am ver­bes­ser­ten Hör­sinn. So kann es nun die Rich­tung eines Geräu­sches bestim­men und wen­det sich die­sem gezielt zu. Dies kann aller­dings zu läs­ti­gen Unter­bre­chun­gen beim Stil­len oder Füt­tern füh­ren, so dass Ihr Euch womög­lich zum Essen einen ruhi­ge­ren Ort suchen müsst.

➣ SPRECHEN

Klei­ne Quas­sel­strip­pe
Ach wenn das ers­te Wort noch etwas auf sich war­ten lässt, wirst Du fest­stel­len, dass das Dein Baby bereits über ein gro­ßes Reper­toire an Lau­ten ver­fügt. Die­ses wird täg­lich erwei­tert, wobei eini­ge Geräu­sche sogar nur in bestimm­ten Situa­tio­nen ein­ge­setzt wer­den. Soll­te Dein Nach­wuchs noch nicht wild drauf los quas­seln wie ein Papa­gei ist dies aller­dings kein Grund zur Sor­ge, da eini­ge Kin­der klei­ne Per­fek­tio­nis­ten sind, die einen Laut schein­bar unend­lich pro­ben bis sie mit dem nächs­ten begin­nen. Dann heißt es ein­fach Geduld haben. 

➣ SITZEN

Schau mal, ich sit­ze! 
Noch deut­li­cher als die Ent­wick­lung der Sin­ne, las­sen sich die kör­per­li­chen Ver­än­de­run­gen im fünf­ten Monat beob­ach­ten. Eini­ge Kin­der kön­nen jetzt bei­spiels­wei­se schon für einen kur­zen Moment allei­ne sit­zen. Auf­grund sei­ner noch insta­bi­len Nacken- und Rücken­mus­ku­la­tur soll­te ein Baby aller­dings nicht gänz­lich ohne Hil­fe­stel­lung sit­zen, da die Gefahr groß ist, dass das Klei­ne umkippt und sich ver­letzt.

ACHTUNG:   Fol­ge­schä­den
Kin­der­ärz­te emp­feh­len mit dem Sit­zen so lan­ge zu War­ten, bis die Initia­ti­ve vom Kind aus­geht und die­ses nicht regel­mä­ßig in die Sitz­po­si­ti­on zu win­gen, um kör­per­li­che Schä­den zu ver­mei­den.

Indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung
Prin­zi­pi­ell gilt auch für die Bewe­gungs­ab­läu­fe, dass sich jedes Kind indi­vi­du­ell ent­wi­ckelt. So sit­zen eini­ge Babies bevor sie krab­beln, wäh­rend ande­re schon lan­ge ste­hen, ehe sie her­aus­fin­den, dass Sit­zen die bequems­te Art zum Spie­len ist. Bei Beden­ken kön­nen die Heb­am­me oder der Kin­der­arzt aber jeder­zeit mit eini­gen geziel­ten Übun­gen über­prü­fen ob alles in Ord­nung ist.

➣ SOZIALES

End­lich mal Gefühl zei­gen
Im 5. Monat wird es leich­ter die Gefüh­le Dei­nes Babys zu deu­ten. Denn was bis­her blo­ße Deu­tung von Lau­ten war, nimmt nun geziel­te For­men. So zei­gen vie­le Kin­der ihre Lie­be und Freu­de jetzt, indem sie nach bekann­ten Per­so­nen und Din­gen ihre Arme aus­stre­cken oder begin­nen zu wei­nen, wenn die Eltern den Raum ver­las­sen.

Jetzt wird’s lus­tig 
Dein Baby bringt Dich regel­mä­ßig zum Lachen? Gut mög­lich, dass es dies bewusst tut, denn eini­ge Kin­der kön­nen schon jetzt ihren Humor gezielt ein­set­zen, um Eltern und Geschwis­tern ein Lachen ins Gesicht zu zau­bern.  

➣ TAGESABLAUF

Will­kom­me­ne Wie­der­ho­lun­gen 
All­mäh­lich ent­wi­ckelt Dein Kind einen Sinn für Rou­ti­nen und schätzt es, wenn sich gewis­se Tages­ab­läu­fe wie­der­ho­len. So freu­en sich vie­le Babies an vor­her­seh­ba­ren Regel­mä­ßig­kei­ten, wie etwa dem Spiel am Babytrai­ner oder dem wöchent­li­chen Baby­kurs.  

För­de­rung im 5. Monat

➣ FÖRDERUNG DES GEHÖRS

Ras­sel, Schep­per, Klirr…
Um das Hör­ver­mö­gen Dei­nes Kin­des zu trai­nie­ren, eig­nen sich alle Spiel­zeu­ge die Geräu­sche machen. Ange­fan­gen von der klas­si­schen Baby Ras­sel, über ein Stoff­tier mit Glöck­chen, bis hin zum Kin­der-Xylo­phon. Auch die Wie­der­ga­be von Musik kann Freu­de berei­ten. Tes­te ein­fach, wie Dein Baby auf die unter­schied­li­chen Klän­ge und Töne reagiert und ach­te dar­auf, dass es nicht zu Laut wird, um die emp­find­li­chen Ohren zu scho­nen.

➣ FÖRDERUNG DER SPRACHE

Ers­te Lall­pha­se
Mit dem fünf­ten Monat beginnt die ers­te Lall­pha­se der sprach­li­chen Ent­wick­lung. In die­ser pro­biert Dein Baby zunächst die sel­ben Lau­te aus, wie alle ande­ren Kin­der auf der Welt, unab­hän­gig von ihrer Mut­ter­spra­che. Inter­es­sant ist hier­bei, dass sogar tau­be Babies bis zum sechs­ten Lebens­mo­nat lal­len. 

Wor­te, Melo­dien und noch mehr Geräu­sche
Um die Sprach­ent­wick­lung Dei­nes Babys zu unter­stüt­zen ist es gut viel mit ihm zu reden, sin­gen und mög­lichst vie­le Lau­te zu pro­du­zie­ren. Dies berei­tet dem Kind nicht nur Freu­de, son­dern ani­miert es auch zum mit­ma­chen.

➣ FÖRDERUNG DER KÖRPERBEHERRSCHUNG

Das ist der Dau­men…
Mit der immer bes­ser wer­den­den Kon­trol­le über sei­nen Kopf, ent­deckt Dein Baby zwei neue Spiel­zeu­ge: sei­ne Hän­de und Füße. Die­se wecken jetzt das Inter­es­se, hel­fen dabei sich selbst zu beschäf­ti­gen und die Welt zu ertas­ten.

Den Dreh raus haben 
Man­che Kin­der haben mitt­ler­wei­le her­aus­ge­fun­den, wie man sich vom Bauch auf den Rücken dre­hen kann. Soll­te Dein Baby die­sen Dreh noch nicht ganz raus haben, kannst Du es unter­stüt­zen, indem Du es regel­mä­ßig in der Bauch­la­ge auf die Krab­bel­de­cke legst. Einen beson­de­ren Ansporn zum Stel­lungs­wech­sel bie­tet hier meist ein Spiel­zeug, wel­ches mit ein wenig Hil­fe­stel­lung von Mama oder Papa dank Dre­hung erreicht wer­den kann. 

Die Ent­wick­lungs­mo­na­te

4. Monat

6. Monat

7. Monat

8. Monat