Dein Baby im
8. Monat
(29.–32. Lebens­wo­che)

Kopf­um­fang
42 — 46 cm

Wachs­tum
indi­vi­du­ell

Klei­der­grö­ße
68 — 74

Schuh­grö­ße
15 — 18

Gewicht im 3. Monat
~ 7.900 g Mäd­chen / ~ 8.600 g Jun­gen

Gewichts­zu­nah­me
indi­vi­du­ell (+/-800g)

Ernäh­rung im 8. Monat

  • Mut­ter­milch oder Pre-Milch
  • ers­te Bei­kost

Ent­wick­lung im 8. Monat

Die Sin­ne

  • Sehen ➣ Gegen­stän­de außer Reich­wei­te wer­den wahr­ge­nom­men
  • Tas­ten ➣ greif­ba­re Din­ge wer­den mit den Hän­den und dem Mund erforscht

Die Moto­rik

  • ver­fei­ner­te Hand-Augen-Koor­di­na­ti­on
  • Dre­hen vom Bauch auf den Rücken und umge­kehrt
  • indi­vi­du­el­le Fort­be­we­gung wird erprobt (Dre­hen, Krab­beln, Rut­schen, Rob­ben…)
  • üben des Pin­zet­ten­griffs (Dau­men & Zei­ge­fin­ger)

Die Spra­che

  • 2. Lall­pha­se ➣ Lau­te aus der Umge­bung wer­den nach­ge­ahmt 
  • Brab­beln und Bil­dung von Sil­ben

Die Sozia­len Bin­dun­gen

  • eige­nes Befin­den wird durch Mimik und Lau­te (nur noch sel­ten Schreie)
  • Frem­deln mög­lich
  • weni­ger Aus­tausch mit den Eltern, statt­des­sen wird Umwelt inter­es­san­ter
  • Baby erkennt, dass Din­ge außer Sicht­wei­te nicht voll­stän­dig weg sind

➣ MOBILITÄT

Kind­lein, Kind­lein, Du musst wan­dern
Im ach­ten Lebens­mo­nat ist es für die meis­ten Babies soweit und sie kön­nen sich pro­blem­los von einem Ort zum ande­ren bewe­gen. Wie sie das anstel­len obliegt aber allein ihrer Krea­ti­vi­tät. Wäh­rend die einen zu ihrem Lieb­lings­spiel­zeug rol­len, rob­ben die ande­ren flei­ßig der Mama hin­ter­her oder rut­schen auf dem Po durch die Woh­nung. Viel­leicht zieht sich Dein Baby jetzt auch schon zum ers­ten mal an Möbel­stü­cken hoch und genießt die neue Per­spek­ti­ve.

TIPP:   Kei­ne Angst vor Unfäl­len!Mit dem neu­en Bewe­gungs­spiel­raum kommt es zwangs­läu­fig zu schmerz­haf­ten Zusam­men­stö­ßen oder Stür­zen. Die­se soll­test Du aber nicht über­be­wer­ten, da sie eine wich­ti­ge Erfah­rung im Lern­pro­zess Dei­nes Kin­des dar­stel­len. Ver­su­che also das rich­ti­ge Maß zwi­schen Lais­sez-fai­re Erzie­hung und Sicher­heits­vor­keh­run­gen fin­den. So kannst Du Dei­nen natür­li­chen Beschüt­zer­in­stinkt bei­spiels­wei­se mit­tels Steck­do­sen- und Kan­ten­schutz umset­zen, oder Dein Baby beim Ver­las­sen des Rau­mes in einem Lauf­stall plat­zie­ren.  

➣ KÖRPREBEHERRSCHUNG

Erstaun­li­che Fein­mo­to­rik  
Kaum dass Dein Baby her­aus­ge­fun­den hat, wie es Din­ge grei­fen kann, über­rascht es Dich mit einer her­vor­ra­gen­den Fin­ger­fer­tig­keit. Das Zei­gen auf Gegen­stän­de, wel­che es haben möch­te, ist nur ein Bei­spiel. Dar­über­hin­aus wird das Grei­fen mit Dau­men und Zei­ge­fin­ger, dem soge­nann­ten Pin­zet­ten­griff, nun flei­ßig geprobt.

➣ SOZIALES

Zeit für Gefüh­le
Lang­sam ent­wi­ckelt Dein Baby Empa­thie und es lernt inten­si­ve Gefüh­le ein­zu­schät­zen und nach­zu­ah­men. Dies kann dazu füh­ren, dass Dein Nach­wuchs beim Anblick eines wei­nen­den Babys mit­weint um sein Mit­ge­fühl aus­zu­drü­cken. Aber auch Lie­be und Freu­de bekom­men eine neue Aus­drucks­form, wenn Mama und Papa bei­spiels­wei­se mit einem Luft­küss­chen ver­se­hen wer­den.

Selbst­schutz durch Frem­deln
Zu den immer inten­si­ver wer­den­den Gefühls­ein­drü­cken, gesellt sich ein neu­er: Ableh­nung. Wenn Dein Baby auf­ge­regt, müde oder in einer unge­wohn­ten Umge­bung ist, kann es im ach­ten Monat begin­nen zu Frem­deln. Der Grund hier­für ist die Angst ohne die Eltern zu sein. Dies kann sich schon mal nega­tiv aus­wir­ken, wenn man einen Baby­sit­ter bestellt, dient aber in ers­ter Linie dem Selbst­schutz des Kin­des, wes­halb es einen über­aus wich­ti­gen Ent­wick­lungs­schritt dar­stellt.

TIPP:   Tren­nungs­schmerz ver­rin­gern
Zei­ge Dei­nem Baby, dass Du immer wie­der zurück kommst und begeg­ne sei­ner Angst mit einer Extra Por­ti­on Lie­be. Am bes­ten Du gewöhnst es bereits früh­zei­tig an wei­te­re Ver­trau­ens­per­so­nen, damit Du es auch mal in deren Obhut las­sen kannst. Blei­be auch stand­haft wenn Trä­nen flie­ßen, schließ­lich ist das Los­las­sen ein Pro­zess, dass Kin­der und Eltern ler­nen müs­sen.

För­de­rung im 8. Monat

➣ KRABBELGRUPPE

Mit einem Alter von acht Mona­ten, sind Babies noch weit davon ent­fernt mit ande­ren zu spie­len. Nichts­des­to­trotz emp­fin­den sie es als sehr span­nend ande­re Kin­der beob­ach­ten zu kön­nen. Der Besuch einer Baby­spiel­grup­pe kann daher eine will­kom­me­ne Abwechs­lung dar­stel­len. Eltern pro­fi­tie­ren im Übri­gen eben­falls von einer Krab­bel­grup­pe, da sie sich dort mit Gleich­ge­sinn­ten aus­tau­schen kön­nen und vie­le neue Ideen für Spie­le und Bewe­gun­gen erhal­ten.

 Eini­ge Bei­spie­le:

  • Fuß­ball (Baby gegen leich­ten Ball tre­ten las­sen oder es dage­gen schwin­gen)
  • Schwim­men
  • Tau­zie­hen (mit einer Spuck­win­del oder einem Geschirr­tuch)
  • Ver­ste­cken (das Lieb­zeug­spiel­zeug suchen und wie­der­fin­den)

➣ SPRACHLICHE FÖRDERUNG

Um das Spre­chen zu trai­nie­ren eig­nen sich beson­ders Kin­der­rei­me und Kin­der­lie­der. 
Aber auch das Anschau­en von Bil­der­bü­chern und Vor­le­sen von Geschich­ten ist för­der­lich.

ACHTUNG:   Unge­eig­ne­te Medi­en 
Nach­dem der Sprach­er­werb bei Klein­kin­dern stark von der Inter­ak­ti­on mit Bezugs­per­so­nen abhängt, 
sind Kin­der­fern­se­hen und Hör­spie­le gänz­lich unge­eig­net um das Spre­chen zu för­dern. 

Die Ent­wick­lungs­mo­na­te

7. Monat

9. Monat

10. Monat

11. Monat