VORSORGEUNTERSUCHUNGEN FÜR BABYS & KINDER

DIE U‑UNTERSUCHUNGEN

Von der Geburt bis zum 6. Geburts­tag

  • U1 – nach der Geburt
  • U2 – 3. bis 10. Lebens­tag
  • U3 – 4. bis 5. Lebens­wo­che
  • U4 – 3. bis 4. Lebens­mo­nat
  • U5 – 6. bis 7. Lebens­mo­nat
  • U6 – 10. bis 12. Lebens­mo­nat
  • U7 – 21. bis 24. Lebens­mo­nat
  • U7a – 34. bis 36. Lebens­mo­nat
  • U8 – 46. bis 48. Lebens­mo­nat
  • U9 – 60. bis 64. Lebens­mo­nat

Im Rah­men der Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen, auch als U‑Untersuchungen bekannt, wird Dein Kind bis zum 6. Lebens­jahr regel­mä­ßig ärzt­lich durch­ge­checkt. Dabei wird in ins­ge­samt zehn auf­ein­an­der auf­bau­en­den Unter­su­chun­gen geprüft, ob Dein Kind gesund ist und sei­ne Ent­wick­lung zeit­ge­mäß erfolgt.  

WIESO WERDEN DIE U‑UNTERSUCHUNGEN DURCHGEFÜHRT?

Die U‑Untersuchungen die­nen der Früh­erken­nung mög­li­cher Gesund­heits­stö­run­gen oder Auf­fäl­lig­kei­ten. Je eher die­se in der Ent­wick­lung eines Kin­des erkannt wer­den, des­to bes­ser las­sen sie sich behan­deln. Somit bie­ten sie Dei­nem Kind die Chan­ce recht­zei­tig Unter­stüt­zung oder För­de­rung zu erhal­ten, sofern dies not­wen­dig ist. Bei einer ange­bo­re­nen Stö­rung ist es zwar nicht immer mög­lich die­se zu hei­len, doch kön­nen durch die früh­zei­ti­ge Erken­nung man­che schwer­wie­gen­den Fol­gen gemin­dert wer­den. 

WANN IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT FÜR DIE U‑UNTERSUCHUNGEN?

Jede Früh­erken­nungs­un­ter­su­chung ist auf eine bestimm­te Alters­span­ne aus­ge­legt, wes­halb die Unter­su­chun­gen in einem vor­ge­ge­be­nen Zeit­raum erfol­gen, wel­che unbe­dingt ein­ge­hal­ten wer­den soll­ten (sie­he auch Kos­ten!). Nur so kann gewähr­leis­tet wer­den, dass Dein Kind bei etwai­gen Erkran­kun­gen recht­zei­tig Hil­fe erhält und die Behand­lung erfolg­reich ver­läuft. 

WO WERDEN DIE U‑UNTERSUCHUNGEN DURCHGEFÜHRT?

Die U1-UNTERSUCHUNG erfolgt unmit­tel­bar nach der Geburt, wodurch sie in der Regel in der Geburts­kli­nik abge­nom­men wird. Bei einem sta­tio­nä­ren Auf­ent­halt kann hier ab dem drit­ten Lebens­tag auch gleich die U2-UNTERSUCHUNG durch­ge­führt wer­den. Alle wei­te­ren Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen wer­den vom Kin­der- und Jugend­arzt abge­nom­men. Hier­zu reicht es ein­fach einen Ter­min in der Pra­xis zu ver­ein­ba­ren, eine Über­wei­sung durch den Haus­arzt ist nicht erfor­der­lich. 

Tipp: Man­che Kin­der­ärz­te haben eine Vor­lauf­zeit von bis zu einem hal­ben Jahr für neue Pati­en­ten! Infor­mie­re Dich daher schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft, ob dies auch bei Dei­nem Wunsch­arzt der Fall ist.

WELCHE KOSTEN FALLEN FÜR DIE U‑UNTERSUCHUNGEN AN?

Prin­zi­pi­ell über­nimmt die Kran­ken­kas­se alle Kos­ten für die Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen Dei­nes Kin­des. Vor­aus­set­zung hier­für ist aller­dings die Ein­hal­tung der vor­ge­ge­be­nen Fris­ten. Soll­test Du einen Unter­su­chungs­ter­min nicht ter­min­ge­recht ein­hal­ten, kann die Kos­ten­über­nah­me ent­fal­len, wes­halb Du Dich unbe­dingt recht­zei­tig bei Dei­ner Kran­ken­kas­se nach­fra­gen soll­test, falls Du ein­mal ver­hin­dert sein soll­test.

WAS MUSS ZU DEN U‑UNTERSUCHUNGEN MITGEBRACHT WEDEN?

Um einen Ter­min in der Kin­der­arzt­pra­xis zu ver­ein­ba­ren ist kei­ne Über­wei­sung durch den Haus­arzt not­wen­dig, statt­des­sen reicht ein Tele­fon­an­ruf voll­kom­men aus. Für die Anmel­dung des klei­nen Pati­en­ten benö­tigst Du das gel­be Kin­der­un­ter­su­chungs­heft und die Ver­si­che­rungs­kar­te Dei­nes Kin­des. Auch ist es rat­sam beim aller ers­ten Besuch den Mut­ter­pass mit­zu­neh­men, da sich der Arzt zunächst einen Über­blick über den Ver­lauf der Schwan­ger­schaft machen wird.

Bei den U‑Untersuchungen von Säug­lin­gen emp­fiehlt es sich eine Decke mit­zu­neh­men, da das Kind bereits ent­klei­det wird bevor der Arzt im Behand­lungs­zim­mer ein­trifft und zum Mes­sen und Wie­gen gege­be­nen­falls in einen ande­ren Raum getra­gen wer­den muss. So kannst Du sicher stel­len, dass Dein Baby es immer kusch­lig warm hat. Im glei­chen Zusam­men­hang ist es auch hilf­reich aus­rei­chend Win­deln dabei zu haben, da ein Groß­teil der Unter­su­chun­gen nackt erfolgt, was zu ver­mehr­tem Was­ser­las­sen ani­mie­ren kann. Ab der ers­ten IMPFUNG ist auch der Impf­pass des Kin­des regel­mä­ßig mit­zu­füh­ren.

WAS PASSIERT BEI DEN U‑UNTERSUCHUNGEN?

Bei den Früh­erken­nungs­un­ter­su­chun­gen wird Dein Kind auf mög­li­che Erkran­kun­gen hin unter­sucht und geprüft wie es sich ent­wi­ckelt. Die ein­zel­nen The­men­schwer­punk­te vari­ie­ren dabei nach dem Alter des Kin­des und umfas­sen bei­spiels­wei­se Beweg­lich­keit & Geschick­lich­keitSpre­chen & Ver­ste­hen oder auch sozia­les Ver­hal­ten. Zusätz­li­che Bera­tungs­schwer­punk­te sind die Vor­beu­gung des Plötz­li­chen Kinds­to­des, IMPFSCHUTZ, Ernäh­rungZAHNGESUNDHEITUNFALLVERHÜTUNG aber auch mög­li­che Sor­gen und Pro­ble­me die Eltern zur Ent­wick­lung oder dem Ver­hal­ten ihres Kin­des haben. 

WAS GESCHIEHT WENN DER ARZT BEI EINER U‑UNTERSUCHUNG ETWAS FINDET?

Soll­te der Kin­der­arzt wäh­rend einer Früh­erken­nung eine Auf­fäl­lig­keit oder gar eine Erkran­kung Dei­nes Kin­des fest­stel­len, wird er mög­li­che Behand­lungs­me­tho­den mit Dir bespre­chen, wei­te­re Schrit­te zur genaue­ren Dia­gno­se erläu­tern und die wei­te­re medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung ein­lei­ten.